Celebrating Shared Stories: SAP

Ein Gespräch mit Anne Delgado, Global Head of Travel Management & Procurement bei SAP.

Es gibt Unternehmen, die die Daten der Welt verarbeiten. Und es gibt Unternehmen, die die Welt am Laufen halten. Wenn SAP und die Lufthansa Group an einem Tisch sitzen, sind beide dabei. Für Anne Delgado, Global Head of Travel Management & Procurement bei SAP, ist die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen keine Geschichte von Verträgen und KPIs. Es ist eine Geschichte von Vertrauen, das im Laufe der Zeit gewachsen ist, von gemeinsamen Werten, die unter Druck auf die Probe gestellt wurden, und von der gemeinsamen Überzeugung, dass die Zukunft des Geschäftsreisens nicht von denen geprägt wird, die dem Wandel folgen – sondern von denen, die mutig genug sind, ihn anzuführen.

Gegründet: 1972

Hauptsitz: Walldorf, Deutschland

Produkte: Unternehmenssoftware und KI für Unternehmen

CEO: Christian Klein

Mitarbeiter:innen: 109.121

Unsere Partnerschaft: einer der größten globalen Partner der Lufthansa Group im Bereich Geschäftsreisen, mit einer Joint-Venture-Vereinbarung für weltweite Geschäftsreisen

Website: sap.comThe link will be opened in a new browser tab

Mehr als nur eine Flugroute

Die Geschichte dieser Partnerschaft hat einen überraschend persönlichen Ausgangspunkt. Lange vor globalen Rahmenverträgen und Joint-Venture-Verhandlungen gab es frühe Morgenstunden in München, eine Transatlantikstrecke und eine Beziehung, die buchstäblich davon abhing, pünktlich anzukommen. Anne Delgado flog alle zwei Wochen von München nach Chicago – ihr Mann wartete auf der anderen Seite des Atlantiks, und diese gemeinsamen Wochenenden waren, wie sie sich erinnert, „unser Anker – die Momente, die die Entfernung erträglich machten.“ Selbst bei den heftigsten Schneestürmen im Mittleren Westen hat Lufthansa sie nie im Stich gelassen. „Rückblickend war diese Zuverlässigkeit nicht nur operative Exzellenz – sie war etwas zutiefst Menschliches. Sie schenkte uns Zeit, die wir uns nicht leisten konnten zu verlieren. Und das ist ein Gefühl, das ich nie vergessen habe.“

Dieses einmal gewonnene Vertrauen wirkt sich nachhaltig aus. „Im Laufe der Jahre hat sich unsere Partnerschaft von einer vorwiegend operativen Beziehung zu einer wahrhaft strategischen Zusammenarbeit entwickelt, welche die langfristige Transformation des Reiseprogramms von SAP unterstützt“, sagt Delgado. „Was als gezielte Zusammenarbeit in klar definierten Bereichen begann, hat sich nach und nach zu einer breiteren, vertrauensbasierten Allianz ausgeweitet, die zahlreiche Bereiche unseres Geschäfts umfasst – von Kundenerlebnis und Digitalisierung bis hin zu operativer Effizienz und Nachhaltigkeit.“

Ein Meilenstein sticht dabei besonders hervor: die Umwandlung eines Flickenteppichs aus lokalen Vereinbarungen in ein einheitliches, kohärentes globales Joint-Venture-Rahmenwerk (JV). „Der für mich bedeutendste Meilenstein war, dass es uns endlich gelungen ist, einige der lokalen Vereinbarungen in globale JV-Vereinbarungen umzuwandeln“, sagt sie. „Es bedurfte mehrerer Verhandlungsrunden und interner Diskussionen, aber nach fast zwei Jahren Planung haben wir diesen Meilenstein schließlich gemeinsam erreicht.“ Das Ergebnis war konkret: „nicht nur bessere Rabatte für SAP, sondern auch weniger Verwaltungsaufwand für uns.“

Auf persönlicher Ebene hat diese Beziehung eine Bedeutung, die weit über einen bloßen Vertrag hinausgeht. „Die Verbindung zur Lufthansa Group geht weit über den vertraglichen Rahmen hinaus, den wir in unserer täglichen Arbeit verwalten“, reflektiert Delgado. „Für mich steht sie für ein Gefühl von Vertrauen, Zuverlässigkeit und gemeinsamer Zielsetzung, das sich über viele Jahre der Zusammenarbeit entwickelt hat.“

Auf die Frage, dies in nur drei Worten zusammenzufassen, zögert sie nicht: „Global, strategisch und doch persönlich.“

„Global, strategisch und doch persönlich.“
Anne Delgado

Die Welt in Bewegung bringen

Hinter dem geschäftlichen Rahmen verbirgt sich etwas Beständigeres: eine Reihe von Werten, die jede Organisation für sich vertritt und in der anderen wiedererkennt. Nachhaltigkeit nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Der Fokus der Lufthansa Group auf Flottenmodernisierung, alternative Treibstoffe und Emissionsreduzierung steht im Einklang mit SAPs langjährigem Engagement für CO₂-Bilanzierung, ESG-Berichterstattung und nachhaltiges Lieferkettenmanagement. Dabei handelt es sich nicht um gemeinsame Initiativen, sondern um sich ergänzende Prioritäten. In beiden Fällen wird Nachhaltigkeit nicht durch kurzfristigen Druck vorangetrieben, sondern ist fest in der Unternehmensführung verankert.

Es gibt auch eine gemeinsame globale Denkweise. Die Lufthansa Group verbindet Menschen und Kulturen über Kontinente hinweg. SAP unterstützt Kunden in mehr als 180 Ländern. Wenn zwei Organisationen dieser Größenordnung in Bezug auf ihre Ziele und ihre Ausrichtung an einem Strang ziehen, ist das Potenzial enorm – und die Verantwortung ebenso.

Für Delgado wird das kommende Jahrzehnt von beiden Branchen eine schnellere Entwicklung verlangen als je zuvor. Doch genau darin, so argumentiert sie, liege die größte Chance. „Indem wir die Branchenführerschaft der Lufthansa Group mit den technologischen Stärken von SAP verbinden, können wir eine Zukunft der Geschäftsreisen gestalten, die nicht nur effizienter und digitaler ist – sondern auch deutlich nachhaltiger. Und das ist für mich eine Herausforderung, die es wert ist, gemeinsam angegangen zu werden.“ „Das nächste große Ziel auf unserer gemeinsamen Landkarte ist klar“, fügt sie hinzu: „die Neudefinition der Geschäftsreise für die nächste Generation.“

Ihre Vision ist ebenso eindeutig: „Wir haben die Chance, nicht nur das Reisen zu unterstützen, sondern zu gestalten, wie sich die Welt bewegt – intelligenter, grüner und zielgerichtet.“

Zum Schluss noch zwei Fragen

Frau Delgado, Sie kennen die Reisebranche aus verschiedenen Perspektiven, von der Arbeit im Reisebüro bis hin zu Ihrer derzeitigen Position als Global Head of Travel Management & Procurement. In einem Umfeld, in dem Effizienz entscheidend ist: Wie prägt diese 360-Grad-Sichtweise Ihre Erwartungen an eine strategische Reisepartnerschaft heute?

„Wenn man verschiedene Seiten der Reisebranche kennengelernt hat, sieht man sie nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Transaktionen, sondern als eine Kette menschlicher Momente. Ich war diejenige, die in einem Reisebüro Buchungen bearbeitet hat, diejenige, die globale Verträge ausgehandelt hat, und leite nun ein ganzheitliches, komplexes globales Reiseprogramm. Diese Entwicklung hat geprägt, was ich heute von einem strategischen Partner erwarte. Ich suche einen Partner, der das Gesamtbild versteht – den Druck hinter den Kulissen, die Technologie, die alles am Laufen hält, und den Reisenden, der sich einfach nur eine reibungslose Reise wünscht. Effizienz ist unerlässlich, aber es ist die Fähigkeit, all diese Momente miteinander zu verbinden, die eine großartige Partnerschaft wirklich ausmacht. Letztendlich möchte ich einen Partner, der unser Reiseprogramm nicht nur unterstützt, sondern auch proaktiv dazu beiträgt, es zu verbessern – durch Zuverlässigkeit, Fachwissen, den intelligenten Einsatz von Daten und das gemeinsame Engagement, jede Reise ein wenig einfacher und ein wenig besser zu machen.“

Unsere Partnerschaft trägt dazu bei, das globale Geschäft voranzutreiben. Mit Blick auf Technologien wie KI: Was ist die größte Chance, die wir haben, um die internationale Zusammenarbeit noch nahtloser und effizienter zu gestalten?

„Wenn ich über die Zukunft der globalen Zusammenarbeit nachdenke, stelle ich mir all die kleinen Momente vor, aus denen eine Geschäftsreise besteht – die Eile zum Flughafen, die Ungewissheit bei einer Verspätung, die Hoffnung, dass einfach alles klappt, damit man sich auf die Menschen konzentrieren kann, die auf der anderen Seite warten. Und genau hier wird KI zu unserer größten gemeinsamen Chance. KI kann all diese vereinzelten Momente zu einer zusammenhängenden Reise machen. Sie kann eine Störung vorhersagen, noch bevor der Reisende sie bemerkt, sofort eine intelligentere Alternative anbieten oder die richtigen Informationen zur richtigen Zeit bereitstellen – ohne dass jemand danach fragen muss. Es ist die Chance, Reibungsverluste beim Reisen zu beseitigen, sodass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fast mühelos wird. Für mich ist die eigentliche Chance ganz einfach: KI zu nutzen, um jedem Reisenden das Gefühl zu geben, dass jemand bereits einen Schritt voraus ist und sich um die Komplexität kümmert, damit er sich auf das konzentrieren kann, was wirklich zählt – die Arbeit, die Menschen, den Zweck der Reise.“

Wir möchten uns bei Anne Delgado für ihre Zeit und die persönlichen sowie fachlichen Einblicke bedanken, die sie mit uns geteilt hat.